Fahrt nach Oberschönenfeld

Bonstettens Bürger erfahren ihre Geschichte

50 Bürgerinnen und Bürger Bonstettens, Alteingesessene und Neubürger, Jung und Alt nahmen die Gelegenheit wahr, mehr über die Geschichte ihres Dorfes zu erfahren. Eingestimmt von der Bonstetter Musikgruppe „Non Possumus“ machte sich große Neugierde breit: „Ich bin recht gespannt, ob ich noch etwas Neues erfahre. Schließlich kenne ich eigentlich unsere Geschichte!“, zeigt sich Peter Stegherr interessiert.  Als Mosaikstein im Gesamtkonzept der 950 – Jahr – Feier des Ortes hatte die Gemeinde Bonstetten zur Fahrt in das Zisterzienserinnen – Kloster Oberschönenfeld geladen.

Dr. Georg Wörishofer weist interessante Zusammenhänge auf
Der historische Berater der Gemeinde Bonstetten, Dr. Georg Wörishofer, nutzte die Busfahrt, um den interessierten Gästen die Verbindung zwischen Bonstetten und Oberschönenfeld nahe zu bringen. 1266 ist die Schenkung von Albert von Villenbach beurkundet, in der er „omnia bona“ (= alle seine Güter, die er in Bonstetten hatte) an die Zisterzienserinnen von Oberschönenfeld übertrug. Zunächst war „bona“, also der Umfang der Schenkung unklar, doch in weiteren Urkunden, zum Beispiel von 1750, erfährt man, dass es ein sehr stattlicher Besitz war: die Schenkung umfasste 12 Hofstellen und eine Braustatt, die auf dem heutigen „Dichtl“ Anwesen zuhause war. Ausgiebige Bierkeller zeugen noch davon. Die Verbindung zwischen Bonstetten und Oberschönenfeld endete erst mit der Säkularisation 1803.
Äbtissin Gertrud Pesch spannt den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart
Gewappnet mit diesem historischen Wissen stellt der Historiker Dr. Georg Wörishofer seine Gruppe der „Hausherrin“ des Klosters vor, Äbtissin Gertrud Pesch. Die Äbtissin reißt kurz die Klostergeschichte an, bevor sie die heutige Situation schildert. 20 Schwestern und eine Kandidatin leben derzeit im Konvent. Nachdem Steuerzahlungen aus Bonstetten schon lange weggefallen sind, finanziert sich das Kloster heute unter anderem durch die Vermietung der Ökonomie – Gebäude an den Bezirk Schwaben (das Schwäbische Volkskundemuseum), den Klosterladen und die Klosterbäckerei sowie durch die Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen.
Bürgermeister Anton Gleich bedankte sich namens der Gemeinde und natürlich auch persönlich für die freundliche Aufnahme. „Die Gemeinde Bonstetten führt im Wappen bis heute den Zisterzienser – Balken!“, hebt Anton Gleich hervor, bevor er der Äbtissin als Zeichen des Dankes und der Erinnerung einen Weinbecher mit dem Logo des Festjahres überreicht.

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Alle Mitfahrer in der Kirche Oberschönenfeld

Kirchenführung rundet Begegnung ab

Nach zwei weiteren Stücken der historischen Musikgruppe „Non Possumus“ beginnt die Archivarin des Klosters, Schwester Regina, mit der Kirchenführung in der Abteikirche Mariä Himmelfahrt, mit deren Bau 1721 begonnen wurde. Im zweiten Teil ihrer Ausführungen widmet sie sich dem Tagesablauf der Klosterschwestern, der bereits um 5 Uhr morgens beginnt und von Gebet und Arbeit geprägt ist.
Nach so vielen Informationen gönnte sich die Gruppe eine Einkehr im Biergarten des Klosterstübles bei frühlingshafter Witterung. Als Abschluss dieses informativen, interessanten Ausflugs in die Geschichte Bonstettens führte Dr. Georg Wörishofer seine Bonstetter noch zum Staudenhaus mit seinem traditionellen Strohdach, um einen Eindruck davon zu vermitteln, wie die Gebäude seinerzeit aussahen. Auch in Bonstetten waren Strohdächer bis weit ins 19.Jahrhundert üblich.

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950 Jahre Bonstetten: Rückblick

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